Zwei Priester in den Ruhestand versetzt

Im Gottesdienst am 2. Mai 2021 in Chemnitz wurden durch den Bezirksvorsteher Heiko Schreiter die Priester Volker Czech und Andreas König nach langjähriger Amtszeit in den Altersruhestand versetzt.

Der Gottesdienst konnte auf Grund der aktuellen Situation leider nur als Video-Übertragung, jedoch im Beisein der engsten Angehörigen und Freunde stattfinden.

Das Bibelwort am 4. Sonntag nach Ostern (Kantate) zum Thema „Das Wort vom Kreuz“ steht in 1. Korinther 1, 22-24:

„Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“

Ausgehend von der Bedeutung des Wortes Kantate (singen, verkündigen, predigen) riet der Bezirksvorsteher, dies nicht nur von anderen zu erwarten, sondern selbst aktiv zu sein. Ein jeder predigt das, was seinen Sinn prägt. Das Verkünden des Glaubens wird umso einfacher, je mehr wir uns bewusst machen, dass Jesus in uns lebt. Paulus ermuntert die Christen, gläubig das Wort vom Kreuz zu predigen, ohne ein Zeichen oder einen Beweis einzufordern. Auch wenn wir manches Erleben nicht einordnen können und nicht verstehen, wollen wir Gott in allem vertrauen. Jesus liebt alle Menschen, auch solche, die anderer Meinung sind.

Priester Volker Czech brachte in seinem Dienen Dankbarkeit gegenüber Gott, seiner Familie und allen Glaubensgeschwistern zum Ausdruck. Er unterstrich, dass das Opfer Jesu auch heute noch gilt. Wenn wir stets an unser JA denken, welches wir Gott gegeben haben, so wird uns Gott auch weiterhin sein JA und seine Hilfe geben.

Priester Andreas König erwähnte in seiner Predigt die Gedanken eines Theologen „Manchmal denkt man, Gott müsste einem in all den Widerständen des Lebens ein sichtbares Zeichen geben, das einem hilft. Aber dies ist eben sein Zeichen: dass er einen durchhalten und es wagen und dulden lässt!” Dieser Impuls sollte uns auch besonders in den jetzigen Verhältnissen helfen.

Mit Verweis auf das Bibelwort „Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang“ (Psalm 111, 10), betonte der Priester, dass Weisheit aus Gott das beste göttliche Navigationssystem sei, um alle Gefahren zu umfahren.

Priester König ermunterte alle Amtsträger, ihren Dienst gern zu tun. Weiterhin regte er an, dass jedes Gemeindemitglied, das uns nach langer Zeit wieder begegnet, Anlass sein sollte zu einem Freudenfest. Sein Dienen beendete Priester König mit den eindringlichen Worten: "Bitte bleibt treu!“

In seiner Ansprache zur Ruhesetzung erwähnte der Bezirksvorsteher Heiko Schreiter die vielen Gemeinsamkeiten der beiden Priester. Zum 5. Mal stehen sie gemeinsam zu einer Segenshandlung vor der Gemeinde (Konfirmation, drei Amtseinsetzungen, Ruhesetzung). Beide Priester wurden durch tiefgläubige Elternhäuser geprägt. Die Aufgaben der Kirche im Dienst für ihre Brüder und Schwestern haben sie in Gottesfurcht angenommen, tatkräftig ausgeführt und den Kreis der Amtsträger geprägt. Priester König unterstützte unter anderem längere Zeit die Gemeinden Zschopau und Limbach-Oberfrohna und wirkte später als Beauftragter für die Senioren. Priester Czech diente sehr lange Zeit in der Kinderseelsorge. Ein besonderer Dank gilt auch den Ehefrauen, die an der Erfüllung der Amtsaufgaben der beiden Priester maßgeblich Anteil hatten.

Für die Zukunft wünschen wir den beiden Ruheständlern von Herzen das Beste.

Die Überreichung der Blumen erfolgte vor dem Altar an die beiden Ehefrauen. Anschließend konnten die Priester i. R. in der Gemeinde bei ihrer Frau Platz nehmen.

Ansprechende musikalische Vorträge trugen zu einer feierlichen Atmosphäre des Gottesdienstes bei.