Hochzeit in Chemnitz

Am 22. August 2026 wurde in der Kirche Chemnitz Hochzeit gefeiert. Helen Diener und John Koch gaben sich das Jawort und empfingen den Segen Gottes für ihren gemeinsamen Ehebund.

Am Samstagnachmittag strahlte nicht nur die Sonne. Strahlende Hochzeitsgäste und freudige Mitglieder der Gemeinde Chemnitz warteten auf Braut und Bräutigam. Festlich wurde bereits der Einzug des Brautpaares durch Orgelmusik von G. F. Händel begleitet.

Den Traugottesdienst baute der Vorsteher der Gemeinde auf den Versen der Bibel aus dem Hohelied 8, 6 bis 7 auf:

Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine gewaltige Flamme. Viele Wasser können die Liebe nicht auslöschen noch die Ströme sie ertränken.

Diese Worte aus der Bibel sind sehr alt, aber doch hochmodern, so Priester Morbach zu Beginn seiner Predigt. Ein Siegel war früher untrennbar mit seinem Besitzer verbunden und nur diesem stand das Recht zu, es aufzubringen. Meist trug man es bei sich, oft als Ring am Finger. Als Zeichen der Liebe hatte das Brautpaar bereits Ringe getauscht und sich damit ihre gegenseitige Verbundenheit versichert.

Wenn die Wirkung einer rosaroten Brille nachlässt, kann Liebe reifen und an Erfahrungen wachsen. Denn Liebe hat – auch wenn sie sich im Lauf der Jahre ändern wird – eine unglaubliche Macht. Sie nicht als selbstverständlich zu betrachten und füreinander da zu sein, das gab Priester Morbach Helen und John mit auf ihren Weg.

„Deine Liebe trägt mich“– zu diesem emotionalen Lied traten die beiden an den Altar, um den Segen zu ihrer Hochzeit zu empfangen. In seiner Ansprache nahm der Gemeindevorsteher Bezug auf die berühmten Zeilen, die Paulus in seinem Brief schrieb, nachzulesen im 1. Korinther 13, 4 bis 7:

Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht neidisch oder überheblich, stolz oder anstößig. Die Liebe ist nicht selbstsüchtig. Sie lässt sich nicht reizen, und wenn man ihr Böses tut, trägt sie es nicht nach. Sie freut sich niemals über Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich immer an der Wahrheit. Die Liebe erträgt alles, verliert nie den Glauben, bewahrt stets die Hoffnung und bleibt bestehen, was auch geschieht.

Braut und Bräutigam wurde ans Herz gelegt, diese Eigenschaften der Liebe, die als größte unter den Gnadengaben gilt, zu bewahren, sie stetig frisch zu halten und füreinander zu brennen.

Chor, Orgel und Solistin umrahmten mit feierlichen Beiträgen den gesamten Traugottesdienst.

Wir wünschen dem Brautpaar für ihren gemeinsamen Glaubens- und Lebenswege alles Gute!