Uschi und Bernd Junginger ließen es sich nicht nehmen, ihre bereits 40 Jahre Bestand habende Ehe mit der Gemeinde, ihrer großen Familie und Gästen zu feiern. Mit innerer Rührung und Berührung – so drückte es Bezirksevangelist Heiko Schreiter aus – feierten sie vorgezogen am 9. August 2026 ihre Rubinhochzeit.
An einem Festtag wirft man gern einen Blick zurück: Sind unsere Ziele und Vorstellungen von damals eingetreten? In vier Jahrzehnten Ehe stellt man üblicherweise fest, dass sich Dinge im Laufe des Lebens ändern. Zeichen des Lebens werden sichtbar, nicht nur die äußerlichen, sondern vielmehr die gesammelten Erfahrungen. Jungingers (man achte auf den treffenden Nachnamen) sind aber jung geblieben. Jung im Forschen, im Denken, im Glauben. Sie sind einfach immer am Puls der Zeit. Insbesondere ihre fünf Kinder und die schon beachtliche Zahl der Enkelkinder sind es, die das Leben der Eltern mit Leben an- und ausfüllen. Der kleine Familienchor und ein Instrumentalvortrag waren es auch, die im Festgottesdienst den Eltern Dank zollte.
Ein Rubin ist ein wertvoller Edelstein, der durch ein chemisches Element seine Charakteristik hat. Rot, die Farbe, die immer als Farbe der Liebe assoziiert wird. Er ist ein sehr harter Edelstein, bald so hart wie ein Diamant. Fast immer haben Rubine aber auch natürliche kleine Einschlüsse oder Risse. Damit stellt dieser Edelstein einen hervorragenden Vergleich mit einer 40-jährigen Ehe dar: Die Ehe hat sich verdichtet. Die kleinen Risse und Einschlüsse sind Spuren der Gestaltung des gemeinsamen Lebens.
Mit dem besonderen Ehejubiläum geht der Blick natürlich auch in Zukunft: Was streben wir an? Wie sehen die nächsten Jahre aus? Bestimmt wird man sich zunehmend ergänzen, brauchen und unterstützen.
Gott ist es, dem wir alles überlassen können. Für die Etappen, die folgen werden. Sein Segen ist der, der bleibt. Gottes Segen kann alles durchdringen und immer wieder neue Liebe füreinander bringen.
Zuvor erlebte die Gemeinde den Gottesdienst, der die frohe Botschaft in den Mittelpunkt stellt, die alle Menschen erreichen soll. Es ist eine Botschaft des Mitfühlens und der Versöhnung mit Gott. Der Kernsatz hierzu kann im 2. Korinther 5, Vers 20 nachgelesen werden.
Nach der Spendung des Jubiläumssegens und dem Ende des Gottesdienstes schloss sich nicht sogleich der Heimweg der Teilnehmer an. Bei fruchtigen und prickelnden Getränken wurden im Foyer und dem Kirchenvorplatz noch bis in die Mittagszeit hinein viele Glückwünsche ausgesprochen.
Gern sei den Eheleuten ein Wiedersehen gewünscht – zum nächsten Jubiläum in zehn Jahren zur Goldhochzeit.
Neuapostolische Kirche