35. Geistliche Abendmusik – GAM – im 20. Jahr der Projektgeschichte

Am letzten Wochenende des Oktobers vom 24. bis 26. Oktober 2025 war in der NAK Olbernhau das doppelte Jubiläum des Projektes „Geistliche Abendmusik“ erreicht: Die 35. Geistliche Abendmusik seit dem Start des Projektes vor 20 Jahren im Jahre 2005.

Aus dem bescheidenen Anfang, als ein seinerzeit etabliertes Männerchorquartett, bestehend aus vier Diakonen der Gemeinde Olbernhau, in Annaberg den dort überwiegend aus Frauenstimmen bestehenden Jugendchor unterstützte, hat sich über die Jahre ein erfahrener Projektchor mit einem großen Repertoire herausgebildet, der im Kirchenbezirk Chemnitz fester Bestandteil des musikalischen Lebens ist und beliebt bei Mitmachenden ebenso wie bei Zuhörenden ist. Durchschnittlich 40 Musikinteressierte haben sich Jahr für Jahr neu zusammengefunden. Um einen relativ festen Kern von 15 bis 20 langjährigen GAM-Mitgliedern herum versammeln sich in der Regel 15 bis 20 temporär Interessierte und rund 5 erstmalig Teilnehmende, längst konfessionsübergreifend und überregional bis Thüringen. Die musikalische Gesamtverantwortung liegt von Beginn an bei Roger Maschek aus Olbernhau, in den Anfangsjahren war Thomas Wetzke aus Annaberg zusätzlich Co-Organisator.

Während in der Vor-Coronazeit ein bis drei Konzerte pro Jahr über einen Zeitraum von rund sechs Monaten in sechs bis sieben Probentagen erarbeitet wurden, finden die Auftritte in den Folgejahren seit 2023 bis laufend als sogenannte Werkstattkonzerte jeweils in der NAK Olbernhau statt. Dabei werden den Teilnehmenden vier bis acht Wochen zuvor Hörproben per Internetlinks und Noten zur individuellen Vorbereitung zur Verfügung gestellt und das Erarbeitete in einer gemeinschaftlichen Probenzeit am Freitagabend, ganztägig Samstag sowie sonntags vor dem Konzert im Kollektiv zusammengesetzt.

Diesmal gab es 50 Teilnahmezusagen aus den Bezirken Chemnitz und Zwickau sowie aus Thüringen. Nach ungewohnt vielen kurzfristigen, u. a. krankheitsbedingten Absagen reduzierte sich der Chor letztlich doch wieder auf rund 40. Am Freitagabend begann das musikalische Wochenende mit einem herzlichen Wiedersehen der langjährigen Mitwirkenden und einem freudigen Hallo an die Neulinge. Im Anschluss an die Notenausgabe folgte eine zweistündige Ansingprobe für den ersten Eindruck des musikalischen Miteinanders. Im Nachgang des Wochenendes berichtete eine der erstmalig Mitwirkenden, “die Atmosphäre war von Anfang an herzlich und offen – man fühlte sich sofort willkommen.“

Der Probentag am Samstag von 10 bis 17 Uhr, der neben herzhaften Mittagessen – Danke an liebe Geschwister aus Olbernhau, die das auch dieses Jahr organisiert, gesponsert und betreut haben! – auch in den Pausen zwischendurch immer auch Möglichkeiten zu Gesprächen und Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen gibt, verflog wie im Flug.

Nach dem Sonntagsgottesdienst kamen Chor und Instrumentalisten ab 13.30 Uhr zum abschließenden Proben zusammen, Konzentration und Anspannung, aber auch die Vorfreude wuchsen in den folgenden Stunden mit dem Näherrücken des Konzertbeginns.

Bemerkenswert an diesem Jubiläumskonzert war es, dass diejenigen vier Glaubensbrüder, die 20 Jahre zuvor als „Diakonen-Quartett“ aus Olbernhau in Annaberg waren, auch im Jahr 2025 ausnahmslos alle aktiv dabei waren: Priester Roger Maschek als Dirigent und Gesamtverantwortlicher, die Diakone Mario Matthes und Tobias Maschek als Sänger im Chor und Priester André Mehner als Technikverantwortlicher der IPTV-Übertragung. Darüber hinaus bemerkenswert ist es auch, dass manch Instrumentalist oder Sängerin des Jahres 2025 bereits als kleines Kind im Kinderchor der GAM mitgewirkt hat und als nächste Generation längst Stütze im Projektchor geworden ist.

Mit der Intention, ein möglichst buntes Bild der schönsten und beliebtesten Lieder aus 20 Jahren Projektarbeit zusammen zu führen, verzichtete das Programm auf den sonst üblichen roten Faden zugunsten eines Best-Of´s. Es war sehr umfangreich geraten… und endete erst nach rekordverdächtigen circa 80 Minuten. Das Werkstattkonzert überzeugte durch eine wunderbare Atmosphäre. Das begeisterte Publikum spiegelte die in Relation zur komprimierten Probenzeit gute Qualität der Darbietung wider und machte auch für die Teilnehmenden das erlebnisreiche Wochenende somit zu einem vollen Erfolg. Der große Beifall des Publikums war der Lohn für die Darbietenden.

Zum Vortrag kamen ausschließlich den Mitwirkenden aus vorherigen Projektjahren bekannte, in den wenigen Probenstunden gut ausgearbeitete Lieder aus dem neuapostolischen Liedgut wie beispielsweise „Welch ein Freund ist unser Jesus“ und „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ in moderneren Sätzen oder auch zeitgenössische Lieder wie „Ich rede, wenn ich schweigen sollte“ und „Wenn ich alle Sprachen dieser Welt sprechen könnte“.

Die bekannte Psalmen-Vertonung von Lützel „Der Herr ist mein Hirt“ sowie Mendelssohns „Wer bis an das Ende beharrt, der wird selig“ läuteten das Ende des Konzerts ein, welches in 2025 für viele Zuhörende zur Freude den Schlusspunkt etlicher früherer GAM´s (zuletzt 2011, aber seitdem in Predigtbeiträgen in Olbernhau oft und gerne zitiert) bereit hielt: „Nimm die Freude mit in jeden neuen Tag“ von Magret Birkenfeld.

Ein minutenlanger Beifall eines vollen Hauses war an diesem Jubiläumstag der Dank für alle GAM-Teilnehmenden. Möglicherweise wird wegen der großen Publikumsresonanz ein gekürztes Programm nochmal im Frühjahr 2026 aufgeführt.

Feststehend für ein neues Programm im Herbst 2026 in Olbernhau ist das Wochenende 23. bis 25.Oktober 2026. Auf vielfachen Wunsch des Chores heißt es dann analog zum letzten Jahr “GAM meets #Himmelreich“ mit der Aufführung des kompletten chorischen Teils des bekannten Pop-Oratoriums. Anmeldungen von allen Musikinteressierten dazu werden ab sofort entgegen genommen unter NAK.GAM.Info@web.de ,erste Rückmeldungen sind bereits registriert.