Voll war es am Sonntagmorgen in der Chemnitzer Kirche. Alle Vorsteher der insgesamt 63 Gemeinden des Arbeitsbereiches des Apostels, welcher die Kirchenbezirke Chemnitz, Erfurt, Gotha, Plauen und Zwickau umfasst, hatten bereits ein gemeinsames Wochenende verlebt und fanden sich zum Gottesdienst in Chemnitz ein.
Reich Gottes innerhalb der Gemeinde
Nicht erst in Zukunft, sondern schon jetzt ist das Reich Gottes da. Das Reich Gottes startete mit der Menschwerdung Jesu Christi und wird durch uns Menschen weiter gebaut und zukünftig in der neuen Schöpfung seine Vollkommenheit erreichen. So leitete der Apostel, begründend auf dem Wort aus der Bibel:
2. Korinther 3, 18 b
„Und wir werden verwandelt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.“
den Gottesdienst ein. Die damalige Gemeinde Korinth musste bereits durch Apostel Paulus, später auch durch Bischof Clemens von Rom wegen vieler Streitigkeiten oft ermahnt werden. Auch aktuell gibt es in unseren Gemeinden Situationen, in denen Spannungen herrschen, Streit und Versöhnung sich abwechseln. Der Bau am bestehenden Reich Gottes ist es aber, was Gemeindeleben ausmacht. Wie geschieht das? Aus seiner Erfahrung berichtete der Apostel von vielen Gemeindemitgliedern, die mit ihren Gaben, Fähigkeiten und Herzblut vieles auf die Beine gestellt haben. Doch nicht nur jeder Einzelne in seiner Gemeinde, sondern vereint mit allen Christen sind Gottes Kinder das Licht der Welt und das Salz der Erde. Das eint uns. Mit dieser Kraft kann jeder für den anderen da sein und zum Frieden beitragen.
Bild Jesu Christi
Jesus handelte nie aus Eigennutz, sondern war immer für andere da. Dieses Bild Jesu Christi kann jeder mit der Verantwortung, die Gott ihm gegeben hat, an andere vermitteln. Hierzu brauchen wir nur so zu sein, wie Gott uns geschaffen hat. Die Fähigkeit, sich selbst zu lieben, gibt die Kraft, für andere da zu sein. Damit zeichnet sich das Bild Jesu Christi ab.
Aus Wüsten werden Gärten gemacht
Durch unsere guten Taten wird das Reich Gottes weiter gebaut. Ohne die ganze Welt retten zu können, kann jeder dazu beitragen. Wenn wir das tun, „fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht“. Wie der Mensch trockene Landstriche durch Bewässerung fruchtbar gemacht hat, kann auch das Bild Jesu zu allen Menschen getragen werden.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes vertiefte Priester Mike Dietel den Gedanken, neue Wege zu gehen, damit sich geistiges Leben entwickeln kann. Nach dem Lukasevangelium hat Jesus an einem Sabbat eine kranke Frau geheilt. Das war laut der damaligen Gesetze verboten, da der Sabbat ein Feiertag war. Jesus hat diese Gewohnheit jedoch aufgebrochen und konnte damit die Frau von einer Krankheit befreien. Bezirksevangelist Heiko Schreiter legte mit seinem anschließenden Predigtbeitrag den Teilnehmern ans Herz: Denke an dich selbst, denke an den anderen. Daraus entwickelt sich die Kraft aus dem Heiligen Geist, mit der das Reich Gottes gebaut wird.
Spendung des Sakraments der Heiligen Versiegelung
Apostel Wittich begrüßte am Altar Nicole, Ruby und Felicitas. Alle drei sollten das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen. Gott hat bereits durch die Taufe einen Schritt auf die zu Versiegelnden zugemacht. Mit dem Sakrament der heiligen Versiegelung wird vollendet, was in der Heiligen Wassertaufe begann: die Wiedergeburt aus Wasser und Geist. Weitere Informationen zu den Sakramenten in der Neuapostolischen Kirche: https://www.nak-nordost.de/sakramente
Neuapostolische Kirche