Welch ein Freund ist unser Jesus

Der Projektchor der Neuapostolischen Kirche – Region Mittleres Erzgebirge – lud im 10. Jahr seines Bestehens zur nunmehr 20. Geistlichen Abendmusik ein.

Das Konzert stand unter dem Motto „Welch ein Freund ist unser Jesus“ und fand im Rahmen der Veranstaltungen zur 725-Jahr-Feier des Ortes Neuhausen im Erzgebirge statt.

Neuhausen, 1251 erstmals urkundlich erwähnt, wurde unter der Führung von Zisterziensermönchen aus dem böhmischen Kloster Osseg von fränkischen und schwäbischen Siedlern gegründet. Bedeutung erlangte der Ort durch die Burg Purschenstein, die hier die Salzstraße von Prag nach Halle schützte. Zisterzienser erbauten 1346 die erste Kirche. Sie bestand rund 300 Jahre lang. Hier fand auch 1532 der erste evangelische Gottesdienst in Neuhausen statt, denn das Kurfürstentum Sachsen hielt lange am Katholizismus fest. 1642 wurde die neue größere Kirche errichtet, die bis heute das Ortsbild prägt. (aus der Chronik Neuhausen)

In diesem Gotteshaus hatten sich am Abend des 27. September 2014 ca. 100 Konzertbesucher versammelt, um den Darbietungen des Projektchores, des Instrumentalensembles und des Kinderchores der Neuapostolischen Kirche unter der Gesamtleitung von Roger Maschek zu lauschen.

Nach der Konzerteröffnung mit dem traditionellen Kanon „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“ begrüßte Kantor Gerd Schenk die Anwesenden mit herzlichen Worten und einem Gebet.

Anschließend begeisterten die insgesamt 45 Darbietenden die Zuhörer mit Werken u.a. von F. Mendelssohn Bartholdy, C. Franck, H. Purcell und F. Deis. Den zentralen Teil des Konzertes bildete die Aufführung der „Deutschen Messe D 872“ von Franz Schubert.
Ein besonderes Ereignis an diesem Abend war eine Welturaufführung. Kantor Gerd Schenk trug das von ihm selbst komponierte Orgelstück Comodo in c-moll vor.

Die nach diesem Konzert gesammelten Spenden kamen der evangelisch-lutherischen Kirche Neuhausen und dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche, NAK-karitativ, zugute.

Zwei Wochen später, am Sonntag, dem 12. Oktober 2014, wurde das Konzert noch einmal in der neuapostolischen Kirche in Olbernhau aufgeführt. Auch hier konnten die Sänger und Instrumentalisten die ca. 150 Anwesenden mit ihren Vorträgen erfreuen und ein musikalisches Glaubenszeugnis abgeben.

Tief beeindruckte die Zuhörer auch in diesem Konzert die Lesung zur tragischen Entstehungsgeschichte des bekannten Kirchenliedes „Wenn Friede mit Gott“ – von Evelin Trinks auf der Harfe mit einer eigenen Improvisation untermalt.
Die Entstehung ist eng mit der Lebensgeschichte des Liederdichters H.G. Spafford verbunden, der in allertiefsten persönlichen Nöten diesen Text voller Gottvertrauen schaffen konnte: „… Mir ist wohl in dem Herrn…“

In beiden Konzerten wurde großzügig gespendet, sodass in diesem Jahr eine Summe in Höhe von 500 Euro an NAK-karitativ für Hilfsprojekte überwiesen werden konnte.

M. und J. G./ Skei/ SSR