Oberwiesenthal - frostige Temperaturen und warme H

Chemnitz/Oberwiesenthal. Es ist optimal, wenn Tradition gepflegt wird und durch herzliche Gemeinschaft gegenwärtig ist. Dieses Prädikat kann man sicher dem Erleben am 13. Februar 2010 verleihen. Eingeladen hatte die Jugendgruppe "JOE" zur "Fackelwanderung am Fichtelberg" - gekommen waren mehr als einhundert Teilnehmer. Und um es vorweg zu nehmen, alle bewiesen jugendlich, sportliche Geschicklichkeit beim Bewältigen der ca. 6 km langen Strecke.

Es ist optimal, wenn Tradition gepflegt wird und durch herzliche Gemeinschaft gegenwärtig ist. Dieses Prädikat kann man sicher dem Erleben am 13. Februar 2010 verleihen.

Eingeladen hatte die Jugendgruppe "JOE" zur "Fackelwanderung am Fichtelberg" - gekommen waren mehr als einhundert Teilnehmer. Und um es vorweg zu nehmen, alle bewiesen jugendlich, sportliche Geschicklichkeit beim Bewältigen der ca. 6 km langen Strecke.

Vor der Fahrt mit der Fichtelbergschwebebahn zeigten einige doch ernsthafte Gesichter, die in den Minuten des "Zum-Gipfel-Schwebens" auch teilweise ängstliche Konturen aufwiesen. Doch nachdem wir auf diesem Weg alle den Gipfel erreicht hatten und die Fackeln angezündet wurden, war nur noch ein Strahlen zu sehen - auch auf allen Gesichtern. Auf verschlungenen Waldwegen wanderten wir bergab. Und wer einmal ein wenig vom Weg abgekommen war, bekam sofort die Schneehöhe (oder -tiefe) zu spüren. Auch Schuhe mussten bei derartigen Vorkommnissen "geborgen" werden.

Das Überqueren einer steilen und präparierten Abfahrtpiste war eine wahre Mutprobe. "Nur nicht nach unten sehen!" war das Rezept und der Rat der "Profis". Und als ein kleiner Junge doch ins Straucheln kam und abglitt, waren helfende und rettende Hände da. Unsere "interne Bergwacht" hatte funktioniert.

Bei vielen Gesprächen waren wir erstaunt, wie kurz 6 km in der Gemeinschaft sein können. Das Ziel, die Pension Eschenhof, war fast erreicht. Nun brauchten wir die letzten Meter nur noch "der Nase nach" zu gehen, denn ein Duft von Gegrilltem wies uns zielsicher den Weg. Bei Bratwurst, Buletten und Knacker auf Spieß klang dieser Nachmittag aus. Natürlich fehlte auch ein "guter Tropfen" nicht. Glühwein und heiße Zitrone sorgten für "wohlige Wärme".

Frisch gestärkt ging es zum Ausgangspunkt zurück. Noch einmal konnten wir uns am Blick auf das schöne Städtchen Oberwiesenthal und den auf böhmischem Gebiet liegenden Keilberg erfreuen. Dann hieß es: "Auf Wiedersehen."

Eine "olympiareife" Organisation, eine traumhafte Winterlandschaft und eine herzliche Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern - diesen Dreiklang lassen wir gern nachklingen, bis es 2011 wieder heißt: "Oberwiesenthal ruft!". Und wir sagen bereits heute: "Wir kommen gern wieder!"

PS.
Übrigens: JOE heißt Jugend Oberes Erzgebirge - könnte aber ab jetzt auch bedeuten: Jährliche Oberwiesenthaler Erlebniswanderung.

R.M.

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